Senioren-Union Wülfrath

„Die größte Bühne für den größten Moment“

Olympia in NRW

Der olympische Gedanke – wie Nordrhein-Westfalen sich bewirbt

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens der Funktionsträger des Landesverbandes der Senioren-Union stand ein ambitioniertes Zukunftsprojekt: die Bewerbung Nordrhein-Westfalens um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.

Jens Nettekoven MdL und Dr. Anette Bunse MdLJens Nettekoven MdL und Dr. Anette Bunse MdL

Die Landesvorsitzende Dr. Anette Bunse, Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen, begrüßte hierzu Teilnehmer aus allen Regionen des Landes sowie zwei Gäste, die beide in besonderer Weise für den olympischen Gedanken stehen.

Mit Jens Nettekoven, Landtagsabgeordneter aus dem Oberbergischen Kreis und Remscheid, zugleich Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbunds sowie Präsident des Deutschen Ringer-Bunds, war ein ausgewiesener Kenner der internationalen Sportpolitik zu Gast. Seine Ausführungen stellte er unter das Leitmotiv „Die größte Bühne für den größten Moment“. Olympia sei weit mehr als ein Sportereignis – es sei ein globales Symbol für Fairness, Völkerverständigung und Leistungsbereitschaft.

Per Videoschalte wurde zudem Laura Nolte aus Unna zugeschaltet. Die zweimalige Olympiasiegerin im Zweierbob bei den Winterspielen 2022 und 2026 sowie Silbermedaillengewinnerin im Monobob im Februar schilderte eindrucksvoll ihre persönlichen Eindrücke von Olympischen Spielen. Besonders hob sie das Miteinander der Nationen im Olympischen Dorf, die besondere Atmosphäre und die professionellen Wettbewerbsbedingungen hervor. Ihre emotionalen Worte wurden mit großem Applaus bedacht.

Im weiteren Verlauf des Treffens in der CDU-Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf warb Jens Nettekoven um breite Unterstützung für die NRW-Bewerbung – ausdrücklich generationsübergreifend und damit auch im älteren Teil der Bevölkerung. Die Ausrichtung Olympischer Spiele könne als Katalysator für dringend benötigte Infrastrukturprojekte wirken und Planungs- sowie Realisierungsprozesse deutlich beschleunigen.

Ein zentrales Argument betrifft die nachhaltige Nachnutzung: Aus dem Olympischen Dorf und einzelnen Sportstätten könnten im Anschluss Wohnmöglichkeiten für bis zu 10.000 Menschen entstehen – eine erhebliche Chance insbesondere für Köln und die gesamte Region, vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet. Auch die Tourismusbranche würde spürbar profitieren.

Hinsichtlich der Sportstätten verwies Nettekoven auf einen entscheidenden strukturellen Vorteil: Rund 95 Prozent der benötigten Stadien und Hallen sind bereits vorhanden und müssten lediglich modernisiert oder ertüchtigt werden. Das entspricht dem Leitbild nachhaltiger Spiele mit möglichst geringem Neubauanteil.

Ein weiteres starkes Argument ist die geografische Lage. Im sogenannten „Olympiagebiet NRW“ könnten in einem Radius von 500 Kilometern rund um Köln Millionen von Menschen erreicht werden. Metropolen wie Paris, Brüssel, Amsterdam und London liegen in vergleichbarer Distanz und verfügen über ein ähnlich großes Einzugsgebiet. Da die möglichen Austragungsorte innerhalb Nordrhein-Westfalens eng beieinanderliegen, wären sie in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten erreichbar – ein logistischer Vorteil, der kurze Wege für Athleten, Medien und Zuschauer gewährleistet.

Abschließend betonte Nettekoven die soziale Dimension der Bewerbung: Die bis zu 14 Millionen Eintrittskarten müssten zu moderaten Preisen angeboten werden. Ziel sei es, Olympia als generationsübergreifendes und finanziell breit zugängliches Ereignis zu gestalten – als echte Teilhabe-Veranstaltung für die gesamte Bevölkerung.

Das Fazit der Senioren-Union fiel eindeutig aus: Nordrhein-Westfalen verfügt über die infrastrukturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, ein solches Großprojekt erfolgreich zu stemmen. Die Bewerbung steht für Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und verbindende Kraft – ganz im Sinne des olympischen Gedankens.